104. Generalversammlung des Artillerie-Vereines Michelsamt – Beromünster im Landgasthof Gormund, Neudorf

Guido Huwyler wurde an der 104. Generalversammlung des Artillerievereines zum Vereinsmeister gekührt. Auch die Schützen durften sich über hervorragende Resultate freuen. So erzielte die Gruppe „Artillerieverein Michelsamt“ den hervorragenden 1. Rang im Gruppenwettkampf des Barbaraschiessens in Genf.

Am letzten Sonntag, den 5. März trafen sich über 60 Mitglieder, Gäste und Freunde des Artillerievereines Michelsamt-Beromünster im Gasthaus Gormund, Neudorf. Begrüsst wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit flotten Melodien, intoniert von der ad hoc Artillerie-Musik. Kurz darauf wurde ein feines Essen aus der Gormund-Küche serviert. Dies genossen die Gäste ausgiebig, sodass der offizielle Teil erst mit einer kleinen Verspätung eröffnet werden konnte.

Sodann begrüsste der Präsident Alfons Käch die Anwesenden und führte zügig durch die Traktanden. Mit Stolz konnte der Kassier Lukas Suter einen sehr guten Geschäftsabschluss präsentieren. Der Zuwachs betrug 2016 über CHF 3’100.–. Somit hat sich das Vereinsvermögen in seiner 10jährigen Vorstandstätigkeit mehr als verdoppelt. Bereitwillig erteilten ihm die Revisoren ein gutes Zeugnis und die Vereinsmitglieder die Décharche.

Dieses Mal war es wieder soweit, dass der Vorstand sich einer Bestätigungswahl zu stellen hatte. Da es die bisherigen Vorstandsmitglieder versäumt hatten zu demissionieren, wurden sie allesamt mit Applaus wiedergewählt. Leider ist jedoch die Funktion des Schützenmeisters nach wie vor vakant. Auch konnte sich niemand aus den Reihen der Anwesenden dafür begeistern.

So hatte der Schützenmeister ad interim seines Amtes zu walten: aber Adrian Zwinggi macht das nach wie vor so gut, dass es dem Verein an nichts fehlt. Er berichtet vom grossen Erfolg am Barbaraschiessen in Genf und zeichnete Anton Egli bei den Pistolenschützen (144 Punkte), sowie Meti Haradinaj als Verbands-Schützenmeister (56 Punkte) auf 300m aus.

Übungsleitering Rebekka Oehen waltete anschliessend ihres Amtes und überreichte Guido Huwyler den begehrten Wanderpokal. Dieser freute sich mächtig, mit 295 Punkten und grossem Abstand auf den Zweitplatzierten ein kleines Lebensziel erreicht zu haben.

Zu neuen Veteranen des Verbandes Schweizerischer Artillerievereine VSAV durfte der Präsident Alfons Käch die frischgebackenen 60jährigen Markus Flaviano, Neudorf; Walter Wirz, Rickenbach und Hanspeter Hüsler aus Oberkirch ernennen. Die Anwesenden durften die Anstecknadel des Verbandes und eine Flasche Wein entgegen nehmen.

Auch 2017 wartet der Verein mit einem abwechslungsreichen Tätigkeitsprogramm auf. Als Highlights werden die Artilleristinnen und Artilleristen am 01. und 02. September 2017 beim „Feuerwerk der Musik“ im Fläcke Beromünster mitwirken. Im November 2017 werden sie Teil des offiziellen Festaktes zum 100 Jahr Jubiläum des Artillerievereines Rottal sein.

Mit der Einsetzung einer Kommission zur Revision der Statuten, einigen Wortmeldungen und Dankesbekundungen nach allen Seiten endete der offizielle Teil der Generalversammlung. Ein süsses Dessert und feine Kaffeespezialitäten liessen den Nachmittag in geselliger Runde gemütlich ausklingen.

Rickenbach, den 06. März 2017

 

Franjo Schöpfer

Aktuar

 

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Vereinsausflug ins Elsass

Der diesjährige, zweitägige Vereinsausflug führte die Mitglieder und ihre Begleitpersonen am letzten Wochenende ins Elsass und über den Rhein ins nahegelegene Breisach. Anschauliche, interessante und lehrreiche Führungen versetzte die illustere Reiseschar in vergangene Epochen. Natürlich durften auch gesellige und kulinarische Höhenpunkte nicht fehlen.

Mit einem modernen Reisecar der Firma Estermann chauffierte uns Franz Suter am Samstag morgen die kurvige Strasse hinauf zum Hartmannswillerkopf, der geschichtsträchtigen Kuppe hoch über Müllhausen und der Oberrhein-Ebene. Während der zweistündigen Führung besuchten wir die Krypta, das Ehrendenkmal und die Gräber der im ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten. Die Wanderung durch die Schützengräben, dem Schauplatz der unerbittlichen Kämpfe zwischen deutschen und französischen Truppen, führte uns die Schrecken dieser Schlachten vor Augen, die vor etwas mehr als hundert Jahren um diesen strategisch wichtigen Gipfel ausgetragen wurden. Anhand einiger Anekdoten, die überliefert worden sind, erfuhren wir jedoch, dass trotz aller Grausamkeiten hin und wieder menschliche, ja bisweilen rührende oder lustige Begebenheiten das damalige Soldatenleben ein bisschen erträglicher gemacht haben.

Weiter ging die Reise ins malerische Weinstädtchen Kaysersberg, wo wir mit einem feinen, typischen Elsässergericht und natürlich mit Wein aus den umliegenden Rebbergen gestärkt wurden. Danach blieb uns noch Zeit, durch die malerischen Gässchen zu schlendern und den prächtigen Farbenrausch der Weingegend im herbstlichen Gewand zu bewundern.

Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir das auf der deutschen Seite des Rheines gelegene Breisach. Hoch oben auf dem Münsterberg bezogen wir die Zimmer im Hotel Kapuzinergarten. Vor dem Abendessen beeindruckte uns die prächtige Aussicht von den Vogesen über den Rhein, den Kaiserstuhl bis zum Schwarzwald. Kaum hatten wir den herrlichen Hauptgang genossen, wurden wir von einem „zeitreisenden Franziskanermönch“ des Nachts zu den historischen Stätten dieser Stadt geführt. Manch eine und manch einer packte den Schauder über die grässlichen Geschichten, die uns dieser „Mönch“ aus grauer Vorzeit zu erzählen wusste, ist dieser Felsen doch schon seit der Keltenzeit bis heute während 3000 Jahren bewohnt.

Glücklich, wer nach dem Gruseln noch Schlaf fand. Zumindest fand sich die ganze Reiseschar am nächsten Morgen beim Frühstück wieder. Fast so wie das Elsass im Verlauf der Geschichte mehrmals die Nationalität gewechselt hat, setzten wir wieder über den Rhein nach Frankreich und besuchten die pittoreske Altstadt von Colmar. Auf der Führung wurden uns die Sehenswürdigkeiten gezeigt und die wechselhaften Geschichten dazu erzählt. Ein Glück, dass die Kriege meist ausserhalb getobt haben, sodass noch so viele alte Fachwerkhäuser bis heute erhalten geblieben sind.

Es blieb uns noch genug Zeit zum Schlendern, Shoppen und Geniessen, bevor wir die Heimfahrt über den Bözberg wieder zurück ins heimische Wynental antraten. Den Organisatoren und dem Chauffeur gebührt ein herzliches Dankeschön für diese zwei eindrücklichen Tage.

Franjo Schöpfer

Aktuar

Erfolgreiche Delegation in Innsbruck

 

Auch in diesem Jahr reiste eine Delegation von 11 Mitgliedern des Artillerievereins Michelsamt nach Innsbruck. Der Traditionsanlas „Kaiserjägerschiessen“ gilt schon seit vielen Jahren als Highlight im Verein, wer dabei war, hat immer ein Anekdötchen zu erzählen.

Dieses Jahr war ein ganz besonderes so konnte die Delegation doch gleich zwei Mal feiern! Das erste Mal, als der Präsident Alfons Käch das Glanzresultat 89 von 100 Punkten erzielte und das zweite Mal, als Adi Zwinggi in die Mitte der Ehrenscheibe traf und somit den Tagessieg holte. Nebst dem Schiesswesen verweilte die Truppe bei gemütlichen Stunden mit Kameraden aus verschiedenen Nationen und genoss den Ausflug in die wundervolle Stadt am Inn.

 

103. GV 2016 – Ranglisten und Bericht

Franz Koch aus Hühnenberg überraschend Vereinsmeister!

Nach dem feinen Mittagessen aus der Küche des Restaurant Bahnhof in Beromünster eröffnete um 13.30 Uhr Präsident Alfons Käch die Generalversammlung des Artillerievereines. Zuerst dankte er der adhoc Artilleriemusik, welche jeweils die geselligen Vereinsanlässe musikalisch umrahmt. Danach begrüsste er die Vereinsmitglieder und die Ehrengäste, wobei er die Fahnengotte Andrea Wey speziell willkommen hiess.

Der Präsident bat die Versammelten sich zum Gedenken an die verstorbenen Kameraden zu erheben, und dazu intonierte die Artilleriemusik die Melodie „Näher, mein Gott, zu Dir“.

In einem ausführlichen Jahresbericht rief der Präsident die Ereignisse, Aktivitäten und Veranstaltungen des vergangenen Vereinsjahres in Erinnerung. Nebst den traditionellen Events wie Bowling, Herrgottstag, Kaiserjägerschiessen, Barbaraschiessen, Katharinenmarkt, Barbarafeier und vielen mehr war doch der Vereinsausflug in die Romandie im Oktober 2015 ein besonderes Highlight. Den Reisenden bleibt der Besuch auf dem Waffenplatz Biere und die Rückfahrt bei strahlendem Herbstwetter über den Col des Mosses nach Gruyères in bester Erinnerung.

Kassier Lukas Suter konnte von einem ausgeglichenen finanziellen Ergebnis berichten. Das Vereinsvermögen erlaubt es, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Der Kassier erwähnte namentlich die grosszügigen Spender und dankte Ihnen herzlich. Diese Unterstützung ermöglicht es unserem Verein so aktiv zu sein, wie kaum ein anderer Artillerieverein im ganzen Land. Josef Wey präsentierte den Revisionsbericht. Er hat zusammen mit Franz Suter die Rechnung geprüft – mit tadellosem Ergebnis. Demzufolge wurde die Rechnung von den Mitgliedern genehmigt, sowie dem Kassier und dem Vorstand die Decharge erteilt.

Obwohl traktandiert kam es nicht zu Wahlen, weil 2016 gemäss Statuten kein Wahljahr für den Vorstand ist. Dennoch hätte der Präsident gerne einen neuen Schützenmeister wählen lassen, weil die Nachfolge von Adrian Zwinggi noch immer offen ist. Aber es blieb beim Aufruf, dass sich doch jemand (es dürfe auch eine Frau sein) für dieses Amt melden möchte. Anschliessend durfte Alfons Käch sieben neue Ehrenmitglieder ernennen, welche das 50. Altersjahr vollendet hatten. Als eidgenössische Veteranen wurden Hans Wechsler aus Sursee, Jakob Galliker und Peter Nievergelt aus Gunzwil ernannt. Sie konnten die Anstecknadel des Verbandes Schweizerischer Artillerievereine entgegen nehmen.

Da den Wehrpflichtigen die Möglichkeit geboten wurde, am Verbandsschiessen auch gerade noch das Obligatorische zu erledigen, war die Beteiligung sehr erfreulich. Der Schützenmeister ad interim, Adrian Zwinggi, durfte Bruno Seeholzer den Wanderpreis für das Top-Resultat von 58 Punkten überreichen. Bei den Pistolenschützen siegte Anton Egli mit 146 Punkten. Auch beim Barbaraschiessen in Stans war die Beteiligung gut. Vier Gruppen auf 300m und eine Gruppe auf 25m Distanz konnte der Schützenmeister melden. Die erzielten Resultate haben jedoch weniger überzeugen können, aber mitmachen kommt vor dem Rang!

Die regionalen Sporttage wurden 2015 erst im September in Inwil ausgetragen. Übungsleiterin Rebekka Oehen rief die Mitglieder auf, dieses Jahr etwas zahlreicher teilzunehmen, weil zum Einen unser Verein Veranstalter sein wird und zum Anderen auch die Möglichkeit besteht, den Parcours als Fussgänger ohne Zeitmessung zu absolvieren. Als Franz Koch als Sieger der Vereinsmeisterschaft proklamiert wurde, zeigte nicht nur er sich sichtlich überrascht und hoch erfreut. Mit 254 Zählern errang er zwar das punktgleiche Resultat wie Urs Häfliger, aber das Reglement besagt: Alter hat Vorrang!

Rangliste Verbandsschiessen 2015

Vereinsmeisterschaft 2015

Nebst den gesetzten, traditionellen Anlässen im Jahrestätigkeitsprogramm erläuterte der Präsident Alfons Käch besonders die geplanten, aussergewöhnlichen Vorhaben für das neue Vereinsjahr. Lukas Suter wird die Vereinsreise ins nahe Elsass und den Schwarzwald organisieren. Ihm gelang es bereits jetzt schon durch seine Ausführungen bei den Anwesenden die Reiselust zu wecken.

Auf Antrag des Ehrenpräsidenten, Pirmin Oehen, sollen die Statuten aus den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts revidiert werden. Verständlicherweise hat niemand etwas dagegen, und so werden demnächst die Köpfe des Vorstandes rauchen beim Brüten über zeitgemässe Inhalte und Formulierungen.

Abschliessend beendete der Präsident Alfons Käch die 103. Generalversammlung mit Dankesworten nach allen Seiten, und er motivierte die Mitglieder, aktiv am Vereinsleben teilzunehmen. Nach dem feinen Dessert aus der Bahnhofsküche nahmen die Meisten den Präsidenten beim Wort und verweilten noch ein wenig bei gemütlichem Zusammensein.

Rickenbach, 16. Februar 2016

Franjo Schöpfer

Aktuar

 

Vereinsmeister Franz Koch
Vereinsmeister 2015 Franz Koch

Vereinsausflug 2015

Zu den Wurzeln der Schweizer Artillerie und ein goldener Herbsttag

Auf Einladung von Jean Schaub, pensionierter Instruktor. Gemeinderat und Kamerad vom Artillerievereines Lausanne haben sich 19 Artilleristinnen und Artilleristen, begleitet von ihren Partnerinnen, zum diesjährigen Vereinsausflug auf den Weg in die Westschweiz gemacht.

Nach dem Zimmerbezug im Hotel in Morges, welches früher genau wie das Don Bosco in Beromünster auch dem Orden der Salesianer gehörte und als Studienheim genutzt wurde, empfing uns Jean herzlich und führte uns in eine Kellerei beim Schloss Vufflens. Bei der reichhaltigen Degustation gesellten sich ausserdem zwei weitere Vorstandsmitglieder des Artillerievereines Lausanne zu uns. Wir durften verschiedene weisse, rote und rosé Weine probieren und vergleichen, die in den Kellern des Schlosses und dessen Nebengebäuden gekeltert werden. Bald schon war die Stimmung merklich aufgehellter als das Wetter draussen, obwohl sich letzteres redlich bemühte, uns ein paar Sonnenstrahlen durch den Nebel zu schicken.

Um die Mittagszeit führte uns Franz Suter mit dem Car hinauf nach Bière. Im Restaurant les trois sapins, zu deutsch „Drei Tannen“, welches der Gemeinde Bière gehört, stärkten wir uns mit einer kalten Platte. Anschliessend führte uns Jean zum Waffenplatz, wo er lange Jahre als Artillerie-Instruktor für die Vermesser tätig war, und natürlich jeden Winkel in- und auswendig kennt. Aufgrund seines guten Beziehungsnetzes erhielten wir eine interessante Demonstration des Panzer-Haubitzen-Simulators. Die Gelegenheit wieder einmal einen M109 (wenn auch nur virtuell) zu steuern, liess sich Martin Suter nicht entgehen. Einige aus unseren Reihen haben in Bière Dienste und Wiederholungskurse geleistet. So manche Anekdote von anno dazumal ergänzte die Ausführungen von Jean, welcher von den Veränderungen der letzten Jahre und dem Zusammenspiel zwischen Waffenplatz, Gemeinde und den Bundesämtern berichtete.

Am Abend waren wir zu Gast im ehrwürdigen Gemeindesaal, wo uns Jean viel Wissenswertes über die Gemeinde Bière, ihren Alpbetrieben auf den Jurahöhen und das Waadtland berichtete. Ein besonderes Highlight war das Kellergeschoss des Gemeindehauses, wo wir weitere oenologische Raritäten kredenzt bekamen. Zum Abschluss des Tages verwöhnte uns das Team der Offizierskantine mit einem feinen Abendessen. Dieses Restaurant auf dem Gelände des Waffenplatzes, das für alle öffentlich zugänglich ist, besticht durch die grossen Wandgemälde zur Geschichte der Artillerie, welch dem Raum eine würdevolle Atmosphäre verleihen.

Frisch erholt nach der Nacht mit Bonusstunde (Winterzeit) und frisch gestärkt durch das reichhaltige Frühstücksbuffet nahmen wir am Sonntag morgen die Rückreise unter die Räder. An den Gestaden des Genfer Sees genossen wir in Montreux die angenehmen Temperaturen im Freien bei einem Apéro. Dann nahmen wir die Passstrasse über den Col des Mosses unter die Räder, bestaunten die bunten Wälder, die in der Herbstsonne leuchteten und erreichten schliesslich das schmucke Städtchen Gruyères. Unverkennbar wehte der Geruch des gleichnamigen Käses über den Dorfplatz und animierte zum Genuss eines Fondues oder Raclettes.

Vor dem Eindunkeln erreichte die illustere Reiseschar wohlbehalten das geliebte Michelsamt. Im Gepäck ein paar gute Tropfen aus der Romandie (Welschland und Welsche sollte man nicht sagen, hat uns Jean erklärt, das sei für die Romands ein Schimpfwort) und jede Menge schöne Eindrücke und Erinnerungen. Herzlichen Dank an die Organisatoren Rebekka Oehen und Franz Suter und an alle, die teilgenommen haben.

Rickenbach, 27.10.2015

Franjo Schöpfer, Aktuar

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